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ELKOnet-Forum
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Sachkundiger für die luftdichte Elektro- und TGA-Installation im Effizienz- und Passivhaus


Dichter Nebel quoll aus erschreckend vielen Anschlüssen der Kehlbalken-Lage und der Mittelpfette, was auf Leckagen hindeutete. Nachdem weite Teile des Daches abgedeckt wurden, konnte das komplette Ausmaß des Schadens in Augenschein genommen werden: "Schalbretter und die tragenden Sparren waren in bestimmten Bereichen mit Wasser vollgesogen und teilweise sogar verfault."  Wie kann so etwas an einem 4 Jahre alten Dach passieren? Der Gutachter identifizierte gleich mehrere Fehlerquellen:


1. Die Dampfbremsfolie wurde in der Fläche zwar richtig verlegt, doch der Elektroinstallateur hat sie beim Verlegen der Elektroleitungen geöffnet und nicht wieder sach- und fachgerecht verschlossen.


2. Der Zimmermann hatte die Fuge an der Mittelpfette und an den Kehlbalken nicht sorgfältig genug verschlossen.


3. Der Einbau falscher - nicht winddichter Dosen - in der Gipskartonkonstruktion, ermöglichte folgenschwere Konvektionsvorgänge innerhalb der Baukonstruktion.  Der Schaden an diesem Gebäude war immens und führte in Ermangelung ausreichender Policen  zur Gefährdung der unternehmerischen Existenz! War es Leichtsinn oder Unwissenheit?


Effizienz- und Passivhäuser gehören mittlerweile zu den etablierten Baustandards. Mit dem zunehmenden baulichen Wärmeschutz erhöhen sich die Anforderungen an eine luftdichte elektro- und haustechnische Installation. Dadurch entstehen aber auch neue Anforderungen an die Fachleute vor Ort, die durch Installationsarbeiten mit der luftdichten Ebene in Berührung kommen. Der Elektrofachmann muss immer häufiger eine fachgerechte Durchdringung der Zwischensparrendämmung oder Aufdachdämmung inkl. wasserführender Schichten, Wind- und Luftdichtigkeitsebene herstellen.  Wer hier nicht normenkonform und sauber arbeitet, begibt sich in große Gefahr! Schimmel- und Feuchteschäden gehören heute leider nicht mehr zur Ausnahme, sie sind die Regel und führen die Bauschadensstatistik an. Baugutachter und Rechtsanwälte "freuen" sich über das zunehmende Geschäft!


Mit der neuen Kurskonzeption "Sachkundiger für luftdichte TGA-Installationen" (TGA = Technische Gebäudeausstattung inklusive Elektroinstallation) stellt das ELKOnet alle notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen vor (DIN 1946-6, DIN 4108-3-7, weitere Technische Richtlinien), gibt praxisnahe Hinweise zu den Rechten und Pflichten des Unternehmers bei der Auftragsdurchführung (Aufgaben der Fachbauleitung etc.)  und zeigt  Fallstricke der Baupraxis auf.

Ueberpruefung der Luftdichtigkeit an Hohlwandelektroinstallationen

Die Installateure werden durch Praxiseinlagen mit den technischen Möglichkeiten der Abdichtung vertraut gemacht. So lernt man unter fachkundiger Anleitung den Umgang mit Luftdichtungsmanschetten, Rosetten, Gerätedosen, Formteilen, feuchtevariablen Hochleistungs-Dampfbremsen/Dampfsperren, Klebebändern, Reparaturbändern, Anschlussbändern und Klebemassen. Abgerundet wird das Seminar mit der Durchführung einer baulichen Luftdichtheitsprüfung und Leckageortung. Dabei agiert der Dozent auch in seiner Doppelfunktion als Gutachter, führt in die Prüfsystematik ein und gibt viele wichtige Hinweise bei der Fehlersuche und Fehlervermeidung. 


Das Sachkundeseminar der ELKOnet-Bildungszentren vermittelt den Installateuren einen sicheren und vor allem praxisnahen Umgang mit der noch relativ unbekannten technischen Richtlinie "Ausführung luftdichter Konstruktionen und Anschlüsse",  die von den Fachverbänden der Dachdecker, Elektrotechniker, Informationstechniker, Schornsteinfeger, Stuckateure und der Zimmerer seit 2009 herausgegeben wird.


Zu den Kursinhalten zählen die Bereiche:  

  • Rechtliche Regelungen (EnEV, DIN 1946-6, DIN 4108-3-7, Technische Richtlinien)
  • Pflichten des Auftragnehmers, Aufgaben Fachbauleitung, Gewährleistung, Haftung
  • Grundlagen der Bauphysik (Anforderungen Wärme-, Feuchte-, Brand- und Schallschutz, Bauschäden )
  • Grundlagen der Baustoff- und Dichtungstechnik
  • Grundlagen Bauwerk- und Baukonstruktion (Anschlüsse von luftdichten Ebenen, Flächenverbindungen, Durchdringungen technischer Systeme bei Dächern und Wänden)
  • Messtechnik und Überprüfung der Luftdichtheit (gemäß EnEV/EN 13829  )
  • Einsatz der Wärmebildkamera, Verwendung Thermo-Anemometer


Das Seminar richtet sich in idealer Weise an Gesellen und Handwerksmeister, die sich durch Ihre Tätigkeit im und am Gebäude mit der Problematik der Luftdichtigkeit befassen müssen.


zu den Kursterminen...


Mit der bestandenen Sachkundeprüfung dokumentieren die Absolventen fundiertes Luftdichtheit-Know-how bei der Ausführung technischer Anlagen im sanierten Alt- sowie im neuen Effizienz- und Passivhausbau. Durch das Seminar werden die Teilnehmer zu einem wichtigen und verlässlichen Ansprechpartner für Bauherren, Architekten und Ingenieurbüros.